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Ein länderübergreifendes Traumanetzwerk
Traumacentrum Euregio |
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WAS IST EIN TRAUMAZENTRUM?Im Jahr 1998 hat das niederländische Gesundheitsministerium die so genannten Traumacentra ins Leben gerufen. Derzeit bestehen in den Niederlanden insgesamt elf solcher Traumazentren. Es handelt sich dabei um koordinierende Stellen, die in der Regel in größeren Krankenhäusern (Maximalversorgung) oder Universitätskliniken angesiedelt sind. Diese Zentren haben hauptsächlich die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den regionalen Krankenhäusern, Rettungsdiensten und dem Katastrophenschutz jeweils regionale Traumanetzwerke einzurichten. Auf diese Weise soll die regionale und überregionale Notfallrettung von Schwerverletzten flächendeckend optimal aufeinander abgestimmt werden. Traumazentren müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und werden vom Ministerium ernannt.
Ein regionales Traumanetzwerk besteht aus einer Reihe von Absprachen zwischen Versorgungsanbietern und Einrichtungen in einer Region, die bei der Behandlung von schwer verletzten Unfallopfern eine Rolle spielen. Mit der Einrichtung von Traumazentren soll ausdrücklich keine Konzentration der Notfallversorgung stattfinden, sondern es sollen regionale Vereinbarungen getroffen werden, die es möglich machen, dass Patienten optimal innerhalb der so genannten golden hour – der ersten Stunde nach dem Unfall – versorgt werden können und dass Patienten so schnell wie möglich zum „richtigen Ort“ gelangen. Dabei muss der „richtige Ort“ nicht immer das größte Krankenhaus sein. Vielmehr gilt es, je nach der Situation des Verletzten und abhängig von den Fachrichtungen, der Ausstattung und dem Standort der Krankenhäuser in der Region den passenden Ort für den Patienten auszuwählen. |
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